Kontakt

Unser Ausbildungspatenprojekt

Ausbildungspatenprojekt

Du wünschst dir einen Ausbildungspaten zur Unterstützung?

Sie interessieren sich für die Aufgaben von Ausbildungspaten?

Sie sind Ausbildungspate?

Du wünschst dir einen Ausbildungspaten zur Unterstützung?

Wie unterstützt dich ein Ausbildungspate?

Ein Ausbildungspate oder eine Ausbildungspatin...

  • hat ein offenes Ohr für dich und interessiert sich für deine Wünsche und Vorstellungen
  • findet zusammen mit dir heraus, welche Ausbildung für dich die richtige ist
  • unterstützt dich bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche
  • hilft dir beim Bewerbungen Schreiben und bereitet dich auf Vorstellungsgespräche vor
  • ist bei Problemen für dich da
  • begleitet dich beim Übergang in die Ausbildung
Was solltest du dafür tun?

Du solltest...

  • gut und freiwillig mit deinem Ausbildungspaten oder deiner Ausbildungspatin zusammenarbeiten
  • verlässlich, offen und ehrlich sein

 

Übrigens: Mitmachen kostet nichts, die Paten und Patinnen arbeiten ehrenamtlich

Wie findest du einen Ausbildungspaten?

Schreib uns eine Whatsapp oder ruf an unter

0157 392 416 20

oder

ruf uns an unter

Tel.: 02104 99 2087

Oder füll das Kontaktformular aus und schick es sofort ab

Pate werden

Was sind meine Aufgaben als Ausbildungspate?

Ausbildungspaten und Ausbildungspatinnen...

 

  • haben aufrichtiges Interesse an „ihrem“ Patenschüler/ „ihrer“ Patenschülerin und befassen sich intensiv mit dem Werdegang des/der Jugendlichen
  • unterstützen sie/ihn bei der Berufsorientierung
  • helfen bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche
  • unterstützen beim Schreiben von Bewerbungen und der Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen
  • begleiten auch während der Anfangszeit der Ausbildung
Wer kann Ausbildungspate werden?

Menschen...

  • während oder nach ihrem aktiven Berufsleben
  • die bereit sind ihre Lebens- und Berufserfahrung mit Jugendlichen zu teilen
  • die sich mit Freude, Empathie und Offenheit auf junge Menschen einlassen können
  • die über Geduld und Ausdauer verfügen
  • die bereit sind im Durchschnitt ca. 2 Stunden Zeit pro Woche zu investieren
Wie werde ich bei meinen Aufgaben unterstützt?

Sie werden unterstützt durch...

  • eine Qualifizierung zu Beginn Ihrer Mitarbeit
  • regelmäßigen Erfahrungsaustausch und das Angebot von Supervision
  • Fortbildungsangebote
  • die Bereitstellung von aktuellen Informationen und die Vermittlung von externen Beratungs- und Unterstützungsangeboten
  • Auslagen- und Fahrkostenerstattung
An wen wende ich mich bei Interesse?

Bei Interesse an dieser wichtigen Aufgabe...

Aktive Paten

Liebe Ausbildungspatin, lieber Ausbildungspate

es ist schön, Sie mit an Bord zu haben. Um Ihnen Ihre zukünftige Aufgabe zu erleichtern, haben wir in diesem „Handbuch“ alle wichtigen Dokumente und Erkenntnisse verdichtet.

Beim ersten Aufeinandertreffen mit Ihrem Schüler oder Ihrer Schülerin ist die Unsicherheit auf beiden Seiten sehr groß. Immerhin geht es in den nächsten Monaten bzw. Jahren um eine Art gemeinsame Reise zweier Menschen, die sich nicht kennen und trotzdem zusammen auf ein klares Ziel hinarbeiten wollen.

Dabei wird jeder Schüler und jede Schülerin eine andere Entdeckung sein: familiäre sowie Herkunftshintergründe sind unterschiedlich. Die Persönlichkeitsstrukturen der Jugendlichen variieren von extrovertiert bis zu sehr introvertiert. Mangelnde Deutschkenntnisse können ein Hinderungsgrund für eine unkomplizierte Kommunikation darstellen. Teilweise ist den Jugendlichen selbst noch nicht ganz klar, was die Zusammenarbeit mit dem Ausbildungspaten eigentlich bewirken soll. Selbst die Unterscheidung zwischen eigenen Wünschen und den Erwartungen, die ihnen durch ihr Umfeld angetragen werden, fällt ihnen nicht immer leicht.

Auch wenn die Schüler und Schülerinnen sehr unterschiedlich sein mögen und es sicherlich keine standardisierten Lösungen für den Umgang mit ihnen gibt, so ergeben sich doch Parallelen in den unterschiedlichen Arbeitsphasen. In unserem Handbuch werden Ihnen verschiedene Werkzeuge und Hilfsmittel vorgestellt, die sich in verschiedenen Phasen der Zusammenarbeit und in der Praxis bewährt haben. Weiterhin gibt ein grober Zeitrahmen Orientierung, wann welche Schritte erforderlich sind, so dass der oder die Jugendliche am Ende idealerweise einen Ausbildungsvertrag unterscheiben kann.

Viel Freude bei Ihrer neuen Tätigkeit – und wenn Sie weitere Anmerkungen oder Beiträge zu unserem Handbuch haben, dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung unter ausbildungspaten@kreis-mettmann.de

Ihre

Martina Schulten

Projektleiterin

Unterstützung in allen Bereichen - Unsere Toolbox

1 Informationen zu Schulsystem und Abschlüssen in NRW

Vorausgesetzt Sie sind kein Experte des aktuellen Schulsystems in NRW, dann kann das folgende Kapitel eine gute Möglichkeit sein, sich mit den diversen Schulformen und Abschlüssen vertraut zu machen, bevor Sie die Arbeit mit Ihrem Schüler starten. Das erleichtert Ihnen das Verständnis für mögliche Fragen und unterstützt Sie bei der gezielten Beratung.

Die Schullandschaft in NRW ermöglicht eine Vielzahl von Schulabschlüssen, die wiederum auf unterschiedliche Art und Weise erreicht werden können.

Download 1: Das Schulsystem in NRW

Viele Schüler, die in unserem Patenprojekt unterstützt werden, haben zunächst einen Hauptschulabschluss zum Ziel. Da wir perspektivisch die Zeit nach der Schule vorbereiten möchten, finden Sie nachfolgend eine Übersicht der Möglichkeiten nach der Hauptschule. Dabei ist im speziellen zu berücksichtigen, dass in Deutschland eine Schulpflicht bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres besteht und insofern die Zeit zwischen Hauptschulabschluss und der Vollendung des 18. Lebensjahres zu berücksichtigen ist.

Download 2:  Möglichkeiten nach der Hauptschule

Das Berufskolleg ist nach einem ersten Schulabschluss von zentraler Bedeutung. Hier werden sehr unterschiedliche Bildungsgänge mit unterschiedlichen Abschlussmöglichkeiten angeboten, mit denen Sie sich vertraut machen sollten. Vereinfacht lassen sich folgende Angebote unterscheiden:

  1. Das Berufskolleg als berufsbegleitende Schule während einer Berufsausbildung (früher die klassische Berufsschule)
  2. Als Schule, ein- oder zweijährig, zur Vorbereitung auf den Berufseinstieg oder zur Erlangung des nächsthöheren Schulabschlusses (mittlere Reife oder Fachhochschulreife). Sollte ihr Patenkind im ersten Halbjahr des Jahrgangs 10 noch keinen Ausbildungsvertrag unterzeichnet haben, ist eine Anmeldung im Berufskolleg zwingend. Die Anmeldungen finden je nach Kolleg im Januar oder Februar jeden Jahres statt. Im Kreis Mettmann geschieht dies über das Online-Portal „Schüler-online“ Sollte ihr Patenkind keinen Hauptschulabschluss geschafft haben, so besteht auch im Berufskolleg die Möglichkeit, diesen nachzuholen

Download 3: Bildungsgänge am Berufskolleg

2 KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss

KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss

Landesweite Organisation des Übergangs Schule – Beruf in NRW

Das Übergangssystem KAoA der Schulen soll sicherstellen, dass Jugendliche rechtzeitig Unterstützung erhalten von der Berufsorientierung bis hin zur Berufsausbildung oder einem Studium. Dieses Programm startet im Jahrgang 8 und zieht sich in unterschiedlichen Phasen durch die gesamte restliche Schulzeit bis zum Ende des Jahrgangs 10. Zur Zeit wird daran gearbeitet, dieses Programm auch in der Sekundarstufe II (Jg. 11 bis 13) durchzuführen.

Wichtige Handlungsfelder sind

  • Berufliche Orientierung
  • Übergänge gestalten
  • Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung

Zusätzlich zur prozessorientierten schulischen Beratung und Begleitung (z.B. im Berufsorientierungsbüro der einzelnen Schulen) und den berufsorientierenden Angeboten der Bundesagentur für Arbeit ist die Durchführung der KAoA Standardelemente ab Jahrgang 8 verpflichtend.

Jahrgang 8: Standardelement Potentialanalyse

Selbst- und Fremdeinschätzung von personalen, sozialen und fachlichen Potenzialen

Durchgeführt von Bildungsträgern in jeweils eintägigen Veranstaltungen

Jahrgang 8: Standardelement Berufsfelderkundung

Kennenlernen von drei unterschiedlichen Berufsfeldern innerhalb einer festgelegten Woche, jeweils für einen Tag. Die Jugendlichen lernen Arbeitsabläufe und verschiedene berufliche Tätigkeiten kennen. Berufsfelderkundungen finden vorrangig in Betrieben statt. Wenn dies nicht möglich ist, kann alternativ auf Angebote von Trägern (Bildungseinrichtungen, Werkstätten etc.) ausgewichen werden.

Jahrgangsstufe 8 bis 10: Standardelement Berufswahlpass NRW

In der Jahrgangsstufe 8 wird ein Portfolioinstrument eingeführt, dass den gesamten schulischen Prozess der Beruflichen Orientierung begleitet.  Dieser Berufswahlpass NRW ist verbindlich für alle Schülerinnen und Schüler.

 

Jahrgang 9 und 10: Betriebspraktika

  • Dauer in der Regel 2-3 Wochen in der Jahrgangsstufe 9, teilweise auch 10

Jahrgang 9 und 10: Praxiskurse

Praxiskurse sind vertiefende Berufsorientierungsangebote, die in den Jahrgangsstufen 9 und 10 in Betrieben oder bei Bildungsträgern absolviert werden können. Sie vertiefen - aufbauend auf Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung und Betriebspraktikum - die Praxiserfahrungen. Die Praxiskurse umfassen 21 Zeitstunden, die ergänzenden Kurse zur berufsbezogenen Fach- und Sozialkompetenz dauern 7 Zeitstunden. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt durch die Schule.

Jahrgangsstufen 8 bis 10: Langzeitpraktikum

Zielgruppe hierfür sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 oder 10 mit gefährdeter Abschlussperspektive und absehbar schwierigem Berufseinstieg. In der Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 ist ein Langzeitpraktikum möglich, das ein oder zwei Tage pro Woche umfasst. In der Jahrgangsstufe 10 kann es nur einen Tag pro Woche umfassen.

Jahrgangsstufe 8 bis 10: Koordinierte Übergangsgestaltung mit Anschlussvereinbarung

Ab der Jahrgangsstufe 8 findet eine prozessorientierte, in den schulischen Alltag integrierte Begleitung inklusive Beratungsgespräche mit Schüler*innen und Eltern statt. Nach einem individuellen Beratungsgespräch wird die Bilanz der Beruflichen Orientierung durch die Schülerinnen und Schüler in einer standardisierten Anschlussvereinbarung dokumentiert, die sinnvolle Hinweise für individuelle Anschlussperspektiven gibt.

 

Detaillierte Informationen gibt es unter den folgenden Links:

https://www.mags.nrw/uebergang-schule-beruf-startseite

Broschürenservice NRW : Mags Shop - Kein Abschluss ohne Anschluss. Download 4: Zeitstrahl KAoA

 

Download 4: Zeitstrahl KAoA

3 (Rechts-)Rahmen

1. Jugendschutzgesetz

Das Jugendschutzgesetz (kurz: JuSchG) beinhaltet Vorschriften, welche Kinder und Jugendliche vor schädlichen Einflüssen in der Öffentlichkeit oder durch die Medien schützen sollen.. Im Sinne des Jugendschutzgesetzes sind Kinder Personen, die noch nicht 14 Jahre alt sind. Jugendliche sind Personen, die 14 Jahre oder älter, aber noch nicht 18 Jahre alt sind ( § 1 JuSchG).

Link: JuSchG - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis (gesetze-im-internet.de)

Link: Überblick nach Alter - Jugendschutz Aktiv (jugendschutz-aktiv.de)

 

2. Führungszeugnis

In Deutschland setzt jegliche ehrenamtliche Tätigkeit mit Jugendlichen ein „Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis“ voraus. Beantragen können sie dies sehr einfach in den Bürgerbüros der Kommunen und wenn sie sich den Zweck der Beantragung vorab von uns bescheinigen lassen, ist es auch kostenlos.  Die Bescheinigung erhalten Sie bei unserem persönlichen Kennenlerngespräch.    

 

3. Patenschaftsvereinbarung

Ihre Mitarbeit im Ausbildungspatenprojekt und die Übernahme einer Patenschaft setzen Verlässlichkeit und Kooperationsfähigkeit voraus. Von uns als Projektverantwortlichen können Sie im Gegenzug Unterstützung und Beratung bei Ihrer Aufgabe erwarten.  Aus diesem Grund unterschreiben beide Seiten eine Patenschaftsvereinbarung. Gleichzeitig erlauben Sie uns mit dieser Vereinbarung die Weitergabe ihrer Kontaktdaten innerhalb des Projektes.


4. Zustimmungserklärung der Jugendlichen/ Erziehungsberechtigten zum Projekt

Die Jugendlichen, bzw. bei Minderjährigen deren Erziehungsberechtigte, erklären ihr Einverständnis zur Teilnahme am Projekt. Gleichzeitig erlauben sie ihnen als Patin/Pate das Führen von Gesprächen über die eigene Person bzw. über ihr Kind mit Akteuren im Rahmen der Patenschaft (z.B. Lehrpersonal, Berufsberater_innen usw.)


Download 5: Zustimmungserklärung

 

5. Unfall- und Haftpflichtversicherung

Eine Unfallversicherung besteht durch den Sammelversicherungsvertrag des Landes NRW bei der UNION Versicherungsdienst GmbH. Er gilt für alle ehrenamtlich und freiwillig Engagierten während ihrer gemeinwohlorientierten Tätigkeit.

Eine Haftpflichtversicherung besteht über den Kreis Mettmann.

4 Zeitplan und Phasen während der Arbeit mit den Jugendlichen

Die zeitliche Abfolge von Aktivitäten und Entscheidungen in Ihrer Zusammenarbeit mit Ihrem Patenkind ist von vielen Kriterien abhängig. Je nach Einstiegszeitpunkt, 9. oder10. Klasse oder auch erst während der Berufskollegzeit, sind notwendige Zeitvorläufe und daraus abgeleitete Aktivitäten und Maßnahmen unterschiedlich. Auf der anderen Seite gibt es ein Grundmuster, welche Dinge wann Berücksichtigung finden sollten. Diese Phasen werden im Folgenden näher beschrieben und mit unseren bisherigen Erfahrungen untermauert.

 

 Phase 1:  Das erste Kennenlernen

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Ihnen und Ihrem Patenkind ist von viel Unsicherheit geprägt – und das gilt für beide Seiten. Folgende Tools können Ihnen den Einstieg in die gemeinsame Arbeit erleichtern.

Wenn sich der Schüler für die Zusammenarbeit mit einem Paten bewirbt, füllt er im Vorfeld einen Bewerbungsbogen aus, der entweder in der Schule oder auf der Homepage des Ausbildungspatenprogramms abzugeben ist. Über diesen Bewerbungsbogen erfahren Sie bereits Einiges zu seiner Herkunft, seiner Motivation und seinen Zielen. Lassen Sie sich diesen Bewerbungsbogen von Ihrem Schüler zeigen und stellen Sie ggf. Fragen.

Des Weiteren sollte direkt beim ersten Treffen mit dem Schüler ein gegenseitiges Einverständnispapier (Vertrag) unterzeichnet werden, welches eine Zusammenarbeit mit ersten einfachen Regeln besiegelt.

Download 6: Bewerbungsbogen

Download 7: `Vertrag` Pate-Schüler

 

Auf ein offenes Wort:

Das erste Treffen zwischen Ihnen und Ihrem Patenschüler/Ihrer Patenschülerin kann unter Umständen zu einer Herausforderung werden.

Viele der von uns betreuten Jugendlichen sind es nicht gewohnt, Gespräche mit fremden Erwachsenen zu führen und sind entsprechend unsicher. Das führt oft zu kurzen "1 Wort Antworten", der Äußerung "keine Ahnung" oder einem Achselzucken.

Diese Reaktionen sind in der Regel kein Zeichen von mangelndem Interesse sondern von Unsicherheit.

Original Aussage eines 15 jährigen Schülers nach einem 30 minütigen Gespräch:
 "So lange hat in meinem ganzen Leben noch kein Erwachsener mit mir allein geredet"

Um sowohl Ihnen als auch dem Schüler/der Schülerin den Einstieg in die gemeinsame Arbeit zu erleichtern, haben wir die Zeitreise entwickelt.

Dieser Fragebogen ist ein Angebot, welches von Ihnen ganz, teilweise, modifiziert oder gar nicht eingesetzt werden kann! Hier wird dem Schüler/der Schülerin Gelegenheit gegeben, frei zu assoziieren und Träume und Wünsche zu formulieren.

Bitte bewerten Sie die Antworten nicht!!

Ihnen als Paten eröffnen die Antworten Einblicke in die Welt des Jugendlichen, die Sie ansonsten wohl kaum so schnell bekommen würden. Durch gezielte Impulse bzw. Nachfragen erhalten Sie viele Informationen, die Ihnen helfen können, den Jugendlichen/die Jugendliche besser zu verstehen. Sie können erkennen, wie realistisch oder unrealistisch die Wünsche Ihres Patenschülers sind. Sie erfahren etwas darüber, ob er/sie sich an seinem Lebensort wohl fühlt (Migranten) oder lieber in einer anderen Stadt/einem anderen Land leben würde. Sie können aus den Antworten schließen, welchen Stellenwert Familie/Beruf/Freizeit für den Schüler haben.

Download 8: Zeitreise

 

Phase 2: Regeln vereinbaren – Rituale schaffen Vertrauen

Die Erfahrung zeigt, dass diese Phase sehr herausfordernd sein kann, denn leider sind Pünktlichkeit und Erscheinen zu den vereinbarten Treffen keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist es, direkt am Anfang klare Regeln zu definieren.

Versuchen Sie, direkt ab dem zweiten Treffen diese Regeln mit dem Schüler zu erarbeiten und zeitnah in einer individuellen und detaillierteren Patenschaftsvereinbarung festzuhalten. Es ist keine Garantie für spätere reibungslose Treffen, aber es gibt zumindest eine gemeinsame Absprungbasis, auf die Sie sich immer wieder beziehen und, falls nötig, dann auch eskalieren können.

Wichtige Themen in der Patenschaftsvereinbarung:

Wie können wir konstruktiv miteinander umgehen?

Was sind unsere Kommunikationsmittel?

Was sind no goes ?

Thema Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, no show, etc.

Wie halten wir unsere Arbeitsergebnisse nach?

Wie sind die Eltern in den Prozess eingebunden? Wie wird gewährleistet, in die gleiche Richtung zu marschieren?

Wie ist die Schule in den Prozess eingebunden?

Wie halten wir Arbeitsschritte und Zwischenergebnisse nach?

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass sich neutrale Treffpunkte außerhalb der Schule für eine Zusammenarbeit gut eignen. Zu berücksichtigen ist, dass sie später für Recherchen oder Bewerbungen WLAN Zugang haben sollten.

Download 9: Neutrale Treffpunkte 1 (Hilden)

Download 10: Neutrale Treffpunkte 2 (Mettmann)

Download 11: Neutrale Treffpunkte 3 (Erkrath)

 

Phase 3: Berufsorientierung

Diese Phase ist die wichtigste Phase und kann unter Umständen viel Zeit und auch einige Entscheidungsschleifen mit sich bringen: Welche Stärken hat mein/e Patenschüler/in wofür interessiert er/sie sich und was kann er/sie sich später als Beruf vorstellen?

Auf diese Frage bekommt man als Pate die unterschiedlichsten Antworten:
 Von „keine Ahnung“ über „Pilot oder Kinderärztin“ bis hin zu klaren, realistischen Berufswünschen ist hier alles möglich.

Bei der Antwort „keine Ahnung“ kann es sinnvoll sein einen Berufsstammbaum“ anzulegen, um überhaupt eine Grundlage zur Berufsfindung zu haben.

Sind die Wünsche, wie in Beispiel 2, eher unrealistisch, so kann man versuchen Berufe im gleichen Bereich zu finden, die eine geringere Qualifikation voraussetzen. (hier zum Beispiel Flugzeugmechaniker oder Säuglingskrankenschwester)

Bei den Patenschülern/innen, die klare, realistische Berufsvorstellungen haben, ist es relativ einfach, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Erste Anlaufstelle für die Selbsterkundung ist das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Mettmann. Obwohl jeder Schüler, jede Schülerin im Verlauf der Schulzeit einmal dort gewesen sein sollte, bietet sich ein erneuter Besuch an. Die vielfältigen Angebote hier ermöglichen es einerseits die individuellen Stärken eines jeden Jugendlichen herauszufinden sowie passende Berufe zu entdecken.

Zudem gibt es diverse Online-Portale, die den Weg zur Berufswahl unterstützen (siehe Links)

Die verantwortliche und mitunter nicht ganz einfache Aufgabe der Paten ist es, gemeinsam mit dem Schüler/der Schülerin einen Beruf zu finden, den dieser/diese innerlich bejaht. Wenn Berufe auf Drängen von außen (Eltern, Lehrer etc.) gewählt werden, ist abzusehen, dass die Ausbildung bei den ersten Schwierigkeiten abgebrochen wird, da die Azubis selbst nicht hinter ihr stehen.

 

 

Phase 4: Der Weg zum Ausbildungsplatz

Schülerinnen und Schüler erhalten im Rahmen von Praktika vertiefende Einblicke in betriebliche Arbeitsabläufe und eine Entscheidungshilfe, ob der gewählte bzw. angestrebte Beruf ihren Vorstellungen und Wünschen entspricht. 

Schon während der Schulzeit berücksichtigt KAoA die Absolvierung diverser Schülerpraktika in Jahrgang 9 und 10. Darüber hinaus kann ihr Patenkind z.B. in den Ferien eigeninitiierte, freiwillige Praktika absolvieren, um dadurch eine fundiertere Entscheidungsgrundlage zu erhalten.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt:

Azubibörsen, Jobmessen, Azubi Speed-Datings
In den Printmedien oder auch im Internet finden sich Hinweise zu diesen Messen/ Veranstaltungen, auf denen Schülerinnen und Schüler mit Menschen sprechen, die zumeist genau die Berufe erlernten, für die sie sich selbst interessieren. 

 

Job Center der Agenturen für Arbeit
Wichtig ist hier, dass der Pate mit seinem Schüler eruiert hat, welches Berufsfeld für ihn in Frage kommen könnte, um dann gezielt im Jobcenter nach Praktikumsplätzen zu suchen.

 

Ausbildungsatlas des Kreises Mettmann
Neben der Präsentation vieler Berufs- und Anforderungsprofile finden Schüler hier auch konkrete Praktikumsmöglichkeiten im Kreis Mettmann. 

 

Kreishandwerkerschaft
In einer kostenfreien Lehrstellenbörse können Schüler schnell und einfach nach Handwerksberufen, Stichworten und Regionen suchen und herausfinden, welcher Ausbildungsberuf in der Region freie Plätze anbietet. Betriebe können ihre freien Lehrstellen und Praktika eintragen. Als zusätzlicher Service wird eine App „Lehrstellenradar 2.0“ mit umfangreichen Funktionen für Smartphones angeboten.

 www.hwk-duesseldorf.de/artikel/ausbildungsplaetze-und-praktika-finden-31,1505,764.html 

https://www.lehrstellen-radar.de/artikel/funktionen-der-app-lehrstellenradar-5100,27,13.html

 

Gelbe Seiten oder Telefonbuch
Schüler_innen können hier einfach die passenden Firmen heraussuchen und am Telefon ganz unverbindlich nachfragen, ob ein Schülerpraktikum angeboten wird.
 

 

Phase 5: Die Bewerbung

Fast jede schriftliche Bewerbung beginnt mit dem Bewerbungsschreiben. Fast, weil größere Unternehmen vermehrt bei „Online-Bewerbungen“ darauf verzichten und sich auf den Lebenslauf und Anhänge beschränken.

Das Bewerbungsschreiben bildet - zusammen mit dem Lebenslauf - den Kern jeder Bewerbung. Im Anschreiben geht es vor allem um die Motivation für den Beruf und die Persönlichkeit des Bewerbers. Um den Adressaten zu überzeugen, muss das Bewerbungsschreiben klar strukturiert und individuell formuliert sein. Es soll neugierig machen auf den Bewerber und den Rest der Bewerbungsmappe. Es kommt bei der Bewerbung aber nicht nur auf den Inhalt an, auch das äußere Erscheinungsbild der Unterlagen spielt eine Rolle. Einen Zettelwirrwarr zu verschicken zeugt nicht gerade von hoher Kompetenz des Bewerbers, sondern eher von chaotischen Zuständen.

 

Schriftliche Bewerbung für einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum:

Deckblatt einer Bewerbung (optional)

Bewerbungsschreiben

Tabellarischer Lebenslauf

Motivationsschreiben (optional)

Zeugnisse in Kopie

Bescheinigungen über Praktika und Nebenjobs

Bescheinigungen über Weiterbildungskurse, die im Zusammenhang mit dem Berufswunsch stehen

 

Eine Bewerbung für ein Praktikum ist genauso aufgebaut. Zusätzliche Bescheinigungen sind auch hier möglich, z.B. Sprachzertifikate oder Empfehlungsschreiben von Minijobs.

 

Lebenslauf:

Persönliche Daten:
Vollständige Adresse
Telefonnummer
E-Mail
Geburtsdatum und Geburtsort.
Familienstand

Schulbildung

Praktika
Arbeitgeber und Aufgaben/ -position während des Praktikums angeben und
Praktikumszeugnisse/ -bescheinigungen nicht vergessen

Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten
z.B.: Sprachen, EDV-Kenntnisse, Hobbies

Nicht vergessen den Lebenslauf zu datieren und zu unterschreiben!

 

Motivationsschreiben Ausbildung

Es ist ratsam einer Ausbildungsbewerbung ein Motivationsschreiben beizufügen aus dem die Motivation des Bewerbers für das Unternehmen und den Berufswunsch deutlich wird. Hier können auch persönliche Stärken sowie weitere fachliche Qualifikationen aufgeführt werden. Durch die dargestellte Motivation und Zielstrebigkeit des Bewerbers erhöhen sich die Chancen auf ein Vor-stellungsgespräch.

Motivationsschreiben Praktikum

Das Motivationsschreiben soll die Vorerfahrungen, Fähigkeiten und Kompetenzen des Bewerbers verdeutlichen sowie seine persönliche Intention. Ziel ist es, so zu überzeugen, dass eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erfolgt.

 

Die Bewerbungsunterlagen sind die Visitenkarte des Bewerbers und sollten dementsprechend sorgfältig aufbereitet werden

Bewerbungsschreiben: Anleitung, Vorlagen & Tipps | AZUBIYO

Bewerbung für ein Schülerpraktikum | StudentJob DE

 

Einstellungstest und Einstellungsgespräch

Ist die erste Hürde gemeistert und der Bewerber hat eine Einladung zu einem Einstellungstest oder direkt zu einem Einstellungsgespräch erhalten, ergibt sich hieraus direkt die Frage:

„Wie kann ich mich auf einen Einstellungstest bzw. ein Einstellungsgespräch vorbereiten?“

Es gibt im Internet sowohl zum Einstellungstest als auch zum Vorstellungsgespräch Unterstützungsangebote, die sich die Bewerber in Ruhe ansehen und bearbeiten können, um so optimal vorbereitet zu sein.

Als Ausbildungspate- oder patin kann man auch ruhig mal in die Rolle eines potentiellen Chefs schlüpfen und Bewerbungsgespräche simulieren. Solche Rollenspiele nehmen den Jugendlichen etwas die Angst vor dem Unbekannten und helfen „no goes“ zu verhindern.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch Ausbildung | Azubi.de

Vorstellungsgespräch: Tipps, Fragen & Fehler | Ausbildung.de

5 Was tun bei Rückschlägen? / Konfliktmanagement

In der Zusammenarbeit mit dem Schüler bzw. der Schülerin wird vermutlich nicht immer alles so laufen, wie man sich das vorstellt oder wünscht. Kleinere Unstimmigkeiten lassen sich erfahrungsgemäß problemlos im Zweier Gespräch klären oder durch achtsamen Umgang miteinander schon im Vorfeld vermeiden.

Es kann aber auch die Situation entstehen, dass ein Gespräch zwischen Pate/in und Schüler/in alleine aussichtslos erscheint oder gar scheitert. Es kann auch passieren, dass es dem Paten/in nicht mehr gelingt, einen Termin mit seinem Schüler/in zu vereinbaren. Für diesen Zweck haben wir den Eskalationsplan als Hilfestellung für den Paten/in entwickelt.  

Das 5-stufige Modell im Anschluss an den Eskalationsplan soll als Anleitung für ein kritisches Gespräch zwischen Pate/in und Schüler/in dienen. Es basiert auf einer Methode, die sich in kritischen Gesprächen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern in Unternehmen vielfach bewährt hat.

Download 12: Eskalationsplan und Stufenmodell

6 Digitale Unterstützung für Schüler

Deutsch lernen

 

Multimediale Materialien zum Selbstlernen, sortiert nach Alter und Inhalt

 

Für wen ist FUNK? Für Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Es wird in unterschiedlichen Formaten für Menschen mit unterschiedlichen Interessen von der ARD und dem ZDF produziert.

 

kostenloser Zugang zu „Duden Learnattak“ gibt es auch als App

7 Wichtige Adressen und Portale bei der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit

 

Portale

Check-U testet Fähigkeiten, Interessen und Stärken und findet heraus, welcher Beruf paßt. Man muß sich Zeit nehmen für den Test.

Zu ca. 30 Ausbildungsberufen werden die notwendigen Kompetenzen beschrieben

9 Hilfreiche Links für den Bewerbungsprozess

Kontaktformular

Ausbildungspatenprojekt

* Pflichtfelder
Plakat Azubi-Speed-Datings 2022

Azubi-Speed-Dating der IHK in Hilden

21.06.2022
10:00 Uhr
Zielgruppe: Ausbildungsplatzsuchende
Bildung
Berufliche Orientierung
Integration durch Bildung

Ausbildungsplatzsuchende haben beim Azubi-Speed-Dating die Möglichkeit, sich bei Unternehmen ihrer Wahl vorzustellen und sich von ihrer…

Weibliche Person auf grünem Hintergrund hält Laptop in der Hand, den eine Pflanze, die Sonne und grüne Energie umgeben.

Weltreise: Mission 2030

01.05.2022 - 25.09.2022
09:00 Uhr
Zielgruppe: Schüler*innen
BNE
Bildung
Berufliche Orientierung
Integration durch Bildung

Eine Mitmachausstellung über die globalen Entwicklungsziele (SDG’s)