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Gelingensfaktoren für Pädagogische Tage

 

Schulinterne Lehrerfortbildungen als Pädagogische Tage sind besonders erfolgreich, wenn sie als Teil einer längerfristigen Schulentwicklungsarbeit geplant und nachbereitet werden. Sie können die Kommunikation über gemeinsame Ziele verbessern. Sie unterstützen das Kollegium, eine gemeinsame Perspektive auf die Schulentwicklung zu erarbeiten.

Ein Pädagogischer Tag ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätsentwicklung in Schulen 
Er bietet dem gesamten Team einen konzentrierten Rahmen außerhalb des hektischen Schulalltags, um gemeinsam an zentralen Themen zu arbeiten. Als SchiLf kann er die gemeinsame inhaltliche Arbeit befördern.

Zeit für komplexe oder neue Themen
Im Alltag fehlt oft der Raum für tiefergehende Diskussionen über Digitalität oder neue Lernmethoden. Der Pädagogische Tag schafft dafür ein Zeitfenster für nachhaltige Planungen. Er ermöglicht einen intensiven Austausch und fördert den Teamgeist. Gemeinsame Fortbildungen sorgen dafür, dass alle Teammitglieder auf ein ähnlichen Wissensstand gebracht werden.

Pädagogische Tage können besonders nützlich sein …
weil sie das gesamte Kollegium gleichzeitig erreichen und gemeinsame Sprache, gemeinsame Ziele und abgestimmtes Handeln erleichtern. Außerdem sind sie oft besser geeignet als Einzelveranstaltungen, um neue Ideen in die Schule als systemische Organisation zu tragen und Teamprozesse anzustoßen. 


Dabei sind Pädagogische Tage besonders wirksam, wenn sie …

  • auf konkrete Bedarfe der Schule zugeschnitten sind
  • Interessen des Kollegiums berücksichtigen
  • anwendungsorientierte Formate mit Praxisbezug bevorzugen
  • Ausprobieren ermöglichen
  • aktiverendem Austausch und Kooperation im Kollegium fördern
  • klare Zielsetzung und Bezug zur Schulentwicklung haben
  • verbindliche Auswertung und Reflexion gewährleisten
  • aus dem Fortbildungstag konkrete Veränderungen im Unterricht oder für die Unterrichtsorganisation abzuleiten sind
  • wenn sie in Beschlüsse und Abstimmungen innerhalb des “System” Schule eingebettet sind (z.B. Schulkonferenz)

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Folgen für eine langfristige Schulentwicklung

Impulse aus diesen Tagen können die Medienkonzeptentwicklung fördern und Prozesse wie die Digitalisierung vorantreiben. Sie unterstützen das Schulteam dabei, (neue) Ziele zu definieren und umzusetzen. Der eigentliche Effekt liegt nicht nur in einzelnen Themen eines Fortbildungstages, sondern darüber hinaus, dass sich daraus eine Gruppe von Gleichgesinnten entwickelt, die gemeinsame erste Projekte entwickelt und organisatorische Folgeentscheidungen betreibt.

Angestoßene Prozesse im Kollegium durch eine SchiLf zu Maker Education

  • Inspirierender Einstieg über Ausprobieren mit Materialien und Tools
  • Gemeinsame Reflexion über Unterrichtseinsatz, Raum und Organisation
  • Gemeinsame Vereinbarung von Regeln und Verantwortlichkeiten
  • Aufbau oder Weiterentwicklung eines Makerspaces mit Materialentscheidungen, Raumkonzepten und Zuständigkeiten
  • Entwicklung von Pilotprojekten im Unterricht, oft fächerübergreifend und projektbasiert, etwa zu Energie, Umwelt, Technik oder Produktentwicklung.
  • Festlegung eines Making-Schwerpunkts im Curriculum
  • Teamabsprachen zu weitere Fortbildungen und Vertiefungsworkshops
  • Entwicklung neuer Formen der Leistungsbewertung etwa über Portfolios oder Projektpräsentationen
     

Angestoßene Entwicklungen im “System” Schule
Maker Education führt zu einer Lernkultur, die Kreativität, Teamgeist, Selbstwirksamkeit und Gestaltungskompetenz stärken will. Lehrkräfte verstehen sich eher als Begleiter, Berater und fachliche Expert:innen als als reine Wissensvermittler. Dadurch wird Making nicht nur als Technik- oder Bastelbereich verstanden, sondern als Methode für selbstständiges, forschendes und kooperatives Lernen. Es entstehen erste Projekte, Werkstätten, fächerübergreifende Lerngelegenheiten und passende Räume. Maker Education wird Motor für eine Schulentwicklung und öffnet den Rahmen des Fachunterrichts.

Was macht den Unterschied für die Lernenden?
Lernerfolg kann zum Beispiel sein, dass eine Gruppe einen Bürstenroboter konstruiert, dabei Stromkreise versteht und am Ende erklären kann, warum bestimmte Materialien leiten und andere nicht. Oder dass Lernendne ein selbst entwickeltes Produkt in einer Werkstattarbeit konstruieren und präsentieren und ihre Entscheidungen begründen.

Warum Making wichtig für alle ist
Maker Education kann Lehr- und Lernhaltungen verändern: mehr Eigenständigkeit, mehr Frustrationstoleranz und mehr Bereitschaft, Probleme als lösbar zu betrachten. Daher wird Making oft als Lernform beschrieben, die über Fachlernen hinaus die Schulkultur beeinflussen kann.

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